Wie man einen erotischen Roman schreibt


21 Mar
21Mar

Ein erotischer Roman unterscheidet sich in einigen Punkten überhaupt nicht von anderen Genres. Hier drei Punkte, die ich dabei aber besonders wichtig finde.


1. Für welche Zielgruppe schreibe ich?

Wer Erotik schreibt, wird sehr schnell feststellen, dass sich die Wünsche von Lesern und Leserinnen an einigen Punkten durchaus unterscheiden. Meine ersten Veröffentlichungen waren Kurzgeschichten in Magazinen und Anthologien, die Stammleserschaft Männer. Hier ging es schneller zur Sache, erotische Szenen bedienen dabei auch häufig Klischees, wie die allzeit bereite Frau und ihre optischen Vorzüge. Inzwischen habe ich mich fast ganz auf das Schreiben von erotischen Geschichten für Frauen verlegt. Dabei geht es immer noch scharf zur Sache, doch sind meine Heldinnen sexuell selbstbestimmt(er) und der Anteil an Romantik ist wesentlich höher.


2. Wie sieht der Romanplot aus? 

Der Plot ist die Grundstruktur eines Romans. Ein erotischer Roman folgt, im Gegensatz zu beispielsweise einem Krimi, eher den Figuren als der auslösenden Handlung. Die Handlung konzentriert sich auf ein oder zwei Personen. Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, dass daher auch ein gröberer Plot für den Anfang ausreicht. Je nachdem, wieviel Romantik, Liebe, Drama, Suspense dabei ist, arbeite ich mit einer Drei- oder Fünf-Akt-Struktur und in der Regel ohne Nebenstränge.


3. Wie legt man die Charaktere an? 

Hauptfiguren in einem erotischen Roman sollten etwas zu sagen und zu zeigen haben, nicht nur beim Sex. Mir ist es immer wichtig, die Protagonistin mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften auszustatten. Nichts ist schlimmer als Texte, in denen sich die Figuren ununterbrochen nur mit "dem Einen" beschäftigen und sonst eher blass und uninteressant sind.

Auch das Schreiben von erotischen Geschichten geschieht grundsätzlich auf der derselben Grundlage, wie bei anderen Genres.